Glossar
Performance-Marketing-Begriffe kurz erklärt.
Kompakte Definitionen ohne Umwege – für ein schnelles Nachschlagen zwischen Google Ads, Meta Ads, Tracking und Conversion-Optimierung. Für tiefere Zusammenhänge verlinkt jeder Begriff zum passenden Praxis-Guide.
Aktualisiert am 12. August 2026Redaktionell verantwortlich: Alexej Boger
Kurz beantwortet
Das Glossar liefert kompakte, eigenständige Definitionen der wichtigsten Performance-Marketing-Begriffe von A/B-Test bis UTM-Parameter. Jeder Begriff verlinkt bei Bedarf zum vertiefenden Praxis-Guide.
- A/B-Test
- Vergleich zweier Varianten einer Anzeige, Landingpage oder eines Formulars gegen dieselbe Ausgangsfrage, um eine konkrete Hypothese zu prüfen. Aussagekräftig wird ein Test erst mit klarem Zielsignal und ausreichendem Datenvolumen. Landingpage A/B testen
- Attribution
- Die Zuordnung eines Geschäftsergebnisses (Lead, Kauf, Umsatz) zu den Werbekontakten, die davor stattgefunden haben. Attributionsmodelle unterscheiden sich darin, wie sie mehrere Touchpoints gewichten. Tracking & Attribution
- Break-even ROAS
- Der ROAS, ab dem eine Kampagne unter Berücksichtigung von Marge und variablen Kosten weder Gewinn noch Verlust erzeugt. Er ist die wirtschaftliche Mindestgrenze, nicht das eigentliche Ziel. ROAS & Break-even Rechner
- CAC (Customer Acquisition Cost)
- Die durchschnittlichen Gesamtkosten, um einen zahlenden Neukunden zu gewinnen – inklusive Media-Budget und weiterer Akquisekosten. CAC wird erst im Zusammenspiel mit dem Customer Lifetime Value aussagekräftig.
- Consent Mode
- Eine Google-Technologie, die Tags abhängig von der erteilten Cookie-Einwilligung steuert und bei fehlender Zustimmung modellierte statt gemessene Daten liefert. Ersetzt keine rechtskonforme Einwilligungslösung. Consent Mode v2 Guide
- Conversion Rate
- Der Anteil der Besucher, die eine definierte Zielhandlung ausführen (Formular, Kauf, Terminbuchung). Ohne klare Definition der Zielhandlung ist die Kennzahl kaum vergleichbar.
- CPA (Cost per Acquisition)
- Die Kosten pro erzieltem Ergebnis einer Kampagne, meist pro Lead oder Kauf. Wird oft mit CPL gleichgesetzt, sollte aber klar definieren, welches Ereignis tatsächlich gezählt wird.
- CPC (Cost per Click)
- Der durchschnittliche Preis pro Klick auf eine Anzeige. Ein niedriger CPC ist nur dann ein Vorteil, wenn die dahinterliegende Suchintention und Conversion-Qualität stimmen.
- CPL (Cost per Lead)
- Die Kosten pro generiertem Lead. Ein niedriger CPL sagt allein nichts über die Qualität der Anfrage aus – erst der Abgleich mit Vertriebs- oder CRM-Daten zeigt den tatsächlichen Wert. Leadqualität steigern
- CPM (Cost per Mille)
- Der Preis pro tausend Impressionen. Relevant für Reichweiten- und Awareness-Ziele, aber ohne direkte Aussagekraft über Conversions.
- CTR (Click-Through-Rate)
- Der Anteil der Impressionen, die zu einem Klick führen. Eine hohe CTR kann auf eine relevante Anzeige hindeuten, ersetzt aber keine Bewertung der Conversion nach dem Klick.
- Deckungsbeitrag
- Der Umsatz abzüglich variabler Kosten (Wareneinsatz, Versand, Zahlungsgebühren). Eine wirtschaftlich sinnvollere Steuerungsgröße für Paid Media als der reine Umsatz oder Plattform-ROAS. ROAS vs. Profitabilität
- Demand Gen
- Google-Werbeformat für visuelle, feed-basierte Anzeigen auf YouTube, Discover und Gmail. Zielt eher auf den Aufbau von Nachfrage als auf das Abfangen bereits bestehender Suchintention.
- First-Party-Daten
- Daten, die ein Unternehmen direkt von den eigenen Nutzern oder Kunden erhebt (z. B. über Website, CRM oder Shop). Werden mit dem Wegfall von Drittanbieter-Cookies zur wichtigeren Grundlage für Tracking und Zielgruppenbildung.
- Funnel
- Der mehrstufige Weg von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Conversion – üblicherweise unterteilt in Awareness, Consideration und Decision. Paid-Media-Maßnahmen sollten der jeweiligen Funnel-Stufe entsprechen.
- Lead Scoring
- Ein Verfahren, das eingehenden Leads anhand definierter Kriterien (Angaben, Verhalten, Firmografie) einen Qualitätswert zuweist, um Vertriebsressourcen priorisiert einzusetzen.
- Lookalike Audience
- Eine von einer Werbeplattform generierte Zielgruppe, die den Eigenschaften einer bestehenden Kundenliste oder Pixel-Zielgruppe ähnelt. Die Qualität hängt stark von der Größe und Sauberkeit der Ausgangsdaten ab.
- LTV (Customer Lifetime Value)
- Der erwartete wirtschaftliche Gesamtwert eines Kunden über die gesamte Kundenbeziehung. Wird gemeinsam mit CAC herangezogen, um zu bewerten, ob eine Neukundengewinnung langfristig profitabel ist.
- Meta CAPI (Conversions API)
- Eine serverseitige Schnittstelle, über die Conversion-Ereignisse direkt vom Server statt nur über den Browser an Meta übermittelt werden. Kann Messlücken reduzieren, ersetzt aber kein sauberes Messmodell. Server-Side Tracking Guide
- Message Match
- Die inhaltliche Übereinstimmung zwischen dem Versprechen einer Anzeige oder Suchanfrage und der Zielseite, auf die verlinkt wird. Ein Bruch im Message Match ist eine der häufigsten Ursachen für schwache Landingpage-Conversion. Message Match Guide
- MQL / SQL
- Marketing Qualified Lead und Sales Qualified Lead – zwei Reifegrade eines Leads im B2B-Vertriebsprozess. Eine klare, gemeinsam definierte Grenze zwischen beiden ist Voraussetzung für belastbares CRM-Feedback an Marketing. B2B Lead-Qualifizierung
- Performance Max (PMax)
- Ein automatisiertes Google-Ads-Kampagnenformat, das Inventar über Search, Shopping, Display, YouTube und weitere Flächen bündelt. Die Ergebnisqualität hängt stark von Zielvorgaben, Conversion-Daten und Assets ab. Performance Max optimieren
- Produktfeed
- Eine strukturierte Datei mit Produktinformationen (Titel, Preis, Verfügbarkeit, Attribute), die Google Shopping, Performance Max oder Pinterest Ads mit Produktdaten versorgt. Feed-Qualität ist eine Voraussetzung für gute Kampagnenergebnisse. Produktfeed optimieren
- Qualitätsfaktor (Quality Score)
- Eine diagnostische Kennzahl von Google Ads, die Erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Landingpage-Erfahrung zusammenfasst. Kein direkter Rankingfaktor, aber ein nützliches Signal für strukturelle Probleme. Google Ads Audit Checkliste
- Retargeting / Remarketing
- Werbung, die gezielt Personen erneut anspricht, die bereits mit einer Website, App oder einem Video interagiert haben. Wirksam nur, wenn Botschaft und Angebot zur vorherigen Interaktion passen.
- ROAS (Return on Ad Spend)
- Der erzielte Umsatz geteilt durch die Werbekosten. Eine reine Effizienzkennzahl der Plattform – ohne Berücksichtigung von Marge, Retouren oder Neukundenwert ist sie kein vollständiges Wirtschaftlichkeitsmaß. ROAS vs. Profitabilität
- Server-Side Tracking
- Eine Messmethode, bei der Ereignisdaten über einen kontrollierten Server-Endpunkt statt ausschließlich über den Browser verarbeitet werden. Kann Messlücken durch Adblocker oder Browser-Beschränkungen reduzieren. Server-Side Tracking Guide
- Suchintention (Search Intent)
- Die tatsächliche Absicht hinter einer Suchanfrage – informierend, vergleichend, transaktional oder markenbezogen. Kampagnenstruktur, Anzeigentext und Landingpage sollten konsequent auf die jeweilige Intention ausgerichtet sein. B2B Suchintention in Google Ads
- TACOS (Total Advertising Cost of Sale)
- Werbekosten im Verhältnis zum Gesamtumsatz eines Shops, nicht nur zum werbebeeinflussten Umsatz. Hilft einzuordnen, wie stark das Wachstum insgesamt von bezahlter Werbung abhängt.
- UTM-Parameter
- Zusätzliche Kennzeichnungen in einer URL, mit denen Quelle, Medium und Kampagne eines Besuchs in Analysetools nachvollzogen werden können. Eine konsistente Benennung ist Voraussetzung für saubere Kanalauswertung.
Fehlt ein Begriff?
Das Glossar wird laufend erweitert. Für eine konkrete Fragestellung zu einem Konto, einer Kampagne oder einem Funnel hilft meist der passende Praxis-Guide im Wissen-Hub weiter.